Nikodemus

Der aus dem finsteren Nebelheim stammende Nikodemus hatte die arkanen Künste in Alt-Trutzburg studiert und war lange Zeit der Hofmagus am Hofe von Fürst Borwin. Dort versah er mit ruhigem Gemüt seinen Dienst und man meinte einen guten und weisen Zauberer am Hofe des Fürsten. Sogar die Merkwürdigkeit als bekennender Magier der weißen Magie eine schwarze Robe zu tragen, wurde übersehen, versicherte Nikodemus doch jederzeit dies sei eine rein praktische Überlegung und würde die Tintenflecken auf der Robe nicht so schnell bemerkbar machen. Auch die Ausflüge in die entferntesten und abgelegensten Winkel Siebenhafens konnte man gut als Studienreisen des Magiers erklären.

Doch unter der Oberfläche des Nikodemus schlummerte das Böse. Einige sagen er sei den Einflüsterungen des Fünfgeschwänzten gefolgt. Manche sprechen von einem Fluch. Andere erzählen von einem Dämon in Gestalt eines Zauberers, der sich am Hofe des Fürsten eingeschlichen habe. Was immer auch die Wahrheit sein mag, er konnte seine Machenschaften nicht länger verbergen.

Es begab sich zu dieser Zeit, dass der Fürst eine Ausgrabung im Norden des Landes veranlasst hatte. Dort waren die Überreste eines Schiffes aufgetaucht - ein Geisterschiff wie es schien.
Der Hofmagus Nikodemus war ebenfalls dort um wissenschaftliche und magische Untersuchungen am Ausgrabungsort zu unterstützen. Doch in Wirklichhkeit hatte er andere Pläne. Dort an Ort und Stelle nutzte er die Gelegenheit und vielleicht auch die magischen Geheimnisse, die er entdeckt hatte um einen Dämon in diese Welt zu rufen. Doch mutige Recken bezwangen Dämon und Meister in einem schweren Kampf.

Gerüchte besagen, dass Nikodemus diesen Kampf durch finstere Magie oder dämonische Kräfte überlebt haben soll. Wenn dem so ist, so ist er bislang nicht offen zurückgekehrt. Viele tun die Möglichkeit als abergläubisches Bauerngeschwätz ab, doch gewiss ist sich niemand.

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  • Zuletzt geändert: 12.07.2020 23:54
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