Kunstblut

Nachdem ich diverse Rezepturen mit Lebensmitteln wie Sirupe, Säften und was sonst noch in der Küche zu finden ist ausprobierte, gibt es für mich nur ein taugliches Rezept (na gut, mittlerweile sind es zwei, siehe Soßenbinder), um Kunstblut herzustellen.

Für 0,5 Liter Kunstblut benötigst du:

  • 1 Liter Wasser
  • 30 Gramm Instantmehl oder brauner Soßenbinder und normales Mehl
  • 1 Paket Back & Speise Farben von Schwartau
  • 2 gehäufte Esslöffel Kakao (kein Nesquik, sondern echter zum Kuchenbacken!)

Nimm einen großen Topf, denn du wirst überrascht sein, wie schnell und heftig die Suppe überkochen wird.<br> Nun rühre das Instantmehl in einem Topf mit dem kalten Wasser mittels eines Schneebesens ein. Dann bring das Wasser langsam zum Kochen. Du musst währenddessen regelmäßig umrühren, damit das Mehl nicht zu sehr verklumpt. Nun lass das Wasser 45 Minuten kochen, während du immer wieder umrühren musst. In der Zeit sollte die Hälfte des Wassers verdampfen. Du kannst jetzt den Topf vom Herd nehmen.<br> Bei Nutzung des Soßenbinder zunächst das Wasser zum Kochen bringen und dann Soßenbinder nach Anleitung einrühren. Zuletzt noch ca. einen Esslöffel normales Mehl mit einem Schluck kaltem Wasser mit einem Schneebesen anrühren, dazugeben und aufkochen lassen. Vorsichtig: Das Blut wird dicker, wenn es abkühlt, also nicht zu viel dazugeben! Die Flüssigkeit muss nur ca. 1 Minuten aufkochen.

Jetzt kommt der spaßige Teil:<br> Drücke den Inhalt der roten Tube Lebensmittelfarbe komplett in die trübe Suppe, anschließend noch einen Spritzer Blau! Unter Rühren mit dem Schneebesen gib nun den Kakao in die bunte Suppe.

Als letzten Schritt seihst du das Kunstblut durch ein Sieb ab, um die restlichen Klümpchen herauszufiltern, und füll es in eine Flasche.

Wenn du alles richtig gemacht hast, steht vor dir eine Flasche mit mittelrotem, sämigem Kunstblut, das weitesgehend geschmacksneutral und auch genießbar im Sinne von ungiftig ist und sich schon bei 30 Grad aus normaler Wäsche herauswaschen lässt.

Du solltest es kühl lagern! Nach ungefähr 3 Tagen fängt das Kunstblut an zu klumpen. Man kann es zu diesem Zeitpunkt aber noch aufschütteln. Nach 5 Tagen verändert es seine Farbe von nett zu eklig. Einer Genießbarkeitsprobe habe ich es nicht unterzogen. Dazu fehlt mir die Selbstverachtung.<br> Wenn man die Variante mit dem Soßenbinder kocht, dann ist das Blut min. 1 Woche haltbar. Zumindest sieht es so aus. Es klumpt auch nicht nach bereits 3 Tagen, weshalb die Soßenbinder-Mixtur der reinen Instantmehl-Mischung vorzuziehen ist.

Damit das Kunstblut sofort einsatzbereit ist, ohne noch umständlich eine Flasche aufzuschrauben und es über die „Wunde“ des Larpers zu kippen, kann man es in diese günstigen, in jedem Supermarkt erhältlichen Frühstücksbeutel mit je einer Menge von ca. 30-40 ml (ein kräftiger Schluck) füllen, Beutel zuknoten und überstehenden Zippel abschneiden. Nun kannst du diese kleinen Blutpakete einfach auf ein Körperteil legen und mit einem Messer oder einer Nadel anpieken. Wenn du beim Anpieken den Beutel noch zusammendrückst, entsteht eine schöne Blutfontäne. :-)

  • kunstblut.txt
  • Zuletzt geändert: 12.07.2020 23:54
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