Südfester Gewandung

Südfeste ist fürwahr anders. Das Wetter kann geradezu als niederschlagend bezeichnet werden, Regen, Nebel und eiskalter Wind sind allgegenwärtig. Der Beruf der meisten Männer und Frauen hier, der in der Regel auf die eine oder andere Weise mit dem Meer zu tun hat, fördert die Verwendung schwerer Stoffe und warmer Kleidung noch zusätzlich. Vieles mutet recht grobschlächtig an, auch wenn die Muster zum Teil eine erstaunliche Farbenvielfalt und die Stickereien eine undurchschaubare Verworrenheit aufweisen.
Die Kleidung der Südfester ist im Grunde ähnlich wie die Dobrans - aber dennoch unterscheidet sie sich auch im Schnitt durch bestimmte Eigenschaften, die sie voneinander unterscheiden. Die Hosen zum Beispiel sind aus einem Stück! Nun ja, wenn die Dobraner konservativ sind, so sind die Südfester halt geradezu altmodisch.

Aus: „Modische Reise durch unsere Herzogtümer“

Der Adel kleidet sich im Grunde genauso wie das Volk, nur dass hier die Stoffe etwas farbenfroher, die Pelze wertvoller, die Stickereien reicher und die Borten breiter sind. Die Schnitte sind vielleicht etwas länger, aber nicht so extrem wie in Dobran, wo jeder, der es sich leisten kann, durch die Wahl der Kleidung betont, dass er nicht arbeiten muß. Kleidungsvorschriften, die den Ständen bestimmte Dinge verbieten oder gestatten, sind hier unbekannt.

In Südfeste sind Hosen üblich, aus Wollstoff oder Leinen, in Naturtönen z.B., aber gerne auch relativ bunt (je nach Vermögen) kariert oder gestreift. In der Regel sind die Hosen eher weit und werden an den Waden durch Wadenwickel (hier kann man z.B. Fesselwickel für Pferde nehmen, oder schräg ausgeschnittene Stoffstreifen) gehalten. Das geht sogar bis zu regelrechten Pluderhosen.
Obenrum tragen die Männer Tuniken oder sog. Klappenröcke, das sind Tuniken, deren dreieckige Vorderteile überlappen und die dadurch ein bißchen was von einem Bademantel haben. Die Mäntel können rechteckig oder halbrund sein. Fischgrät-Stoff sieht super „mittelalterlich“ aus!

Die Frauen tragen einfache, rechteckige Unterkleider (meist mit einem Keil - einer „Gere“ - im Rock, damit er weiter wird). Darüber tragen sie schlauchförmige Überkleider mit Trägern, entweder im Rock an den Seiten offen (auch ganz offen) oder auch mit Gere.

Typisch sind Fellmützen oder "Wikingermützen". Südfester sieht man aber auch relativ häufig ohne Kopfbedeckung.
Für die Damen bietet sich mal wieder das allgegenwärtige Kopftuch an.

Gut eignet sich beschlagenes Leder (bitte wie immer nicht in schwarz), Kettenhemden gehen auch, zur Not nur über ner Tunika, und Schuppenpanzer. Arm- und Beinschienen gerne aus Leder, sehr gut sehen auch lederne Schienen mit einzeln aufgenieteten Metallschienen aus.

Als Schild benutzen die Südfester klassische Rundschilde mit einem Durchmesser von 60-100 cm.
Bevorzuge Waffe ist die Axt, ein- oder zweischneidig, kurz zum Werfen oder lang als „Stangenwaffe“, um den gegnerischen Schildwall zu sprengen. Ebenfalls verbreitet sind breite, nicht besonders lange Schwerter.

Kelten, Slawen, Friesen und Wikinger sind die Vorbilder Südfestes. Zeitlich irgendwann zwischen 500 und 1000.