Kaitharions Gedichte

Pitjoll, großer, kleiner Held,
hört nun, wie er kämpft und fällt.
Wir wollen seinen Namen ehren,
seinen Ruhm, Legende mehren.
Um ein Geschenk der Liebe zu haschen,
flog er davon, auf raschen
Flügeln gerade der Gefahr entgegen,
ohne Acht dem eig'nen Leben.
Hinunter auf dem Fluss der Schlange,
ohne Furcht und gar nicht bange.
Dem Lindwurm Schuppen zu entreißen,
mit ihm im Kampf sich zu verbeißen.
Undurchdringlich des Wurmes Panzerkleid,
tobte in dichtem Wald der Streit.
Seine Freunde, zum Beistand voller Eil,
trafen nicht mit Axt noch Pfeil.
Als kleiner Zaub'rer voller Macht,
hat er Unmögliches vollbracht.
Überströmt vom eig'nen Blut,
fällt er den Wurm mit heißer Wut.
Zuletzt seine Liebe er bewies,
dem Wurm die Schuppe er entriss.
Ist diese Tat auch voller Schmerz,
lebt in Cyang auf ewig sein Herz.
In unser aller Herzen lebt er fort,
auf See, im Wald, an jedem Ort.
Lauscht bis zum Schluss dem traur'gen Sänger,
wir ehren Pitjoll Wolkenfänger!

Vier Freunde wanderten auf dem Pfade so weiß,
nach Märkteburg führte sie die Reis'.
An des alten Mannes Stuhl war ihr Beginn,
edle Gedanken führten die Viere im Sinn.
Nicht lange war ihnen Ruhe beschieden,
ein Wurm ganz aus Knochen stört heiligen Frieden.
Ein Fremder, ein T'skrang, in höchsten Nöten,
ihn sucht der Wurm, der Dämon, zu töten.
Der Elf spannt den Bogen, Cyang zückt den Speer,
Und T'sraah ruft magische Kräfte hierher.
Faruk die Hellebarde senkt,
Mit Kampfschrei im Sturmlauf auf den Wurm er zu sprengt.
Mit Knochen hat der Dämon geschossen,
aus seiner Mitte Kadaver entsprossen.
Am tapfersten war die Kleinste der Vier,
stürzt fliegend sich wütend nieder auf's Tier.
Doch zäh für die Vier war dieses Ringen,
hörten Totenlieder schon singen.
Dann als die Helden sich endlich besannen,
mit des Pfades Hilfe den Kampf sie gewannen.
Das weiße Band, so sauber und rein,
sollte des Dämons Verderben nun sein.
Wenn einst den Pfad entlang ihr eilet,
am Berg aus Knochen ein Weilchen verweilet.
Der Wurm ist verdorben, doch sie sind noch da -
Kaitharion, Cyang, Faruk und T'sraah.

Unepische Limericks

Drei Gefährten lassen auf dem Markte ihr Geld,
als heimlich von Schurken ins Bad sie bestellt.
Klug sind sie im Bad,
sie retten die Stadt.
Und tags darauf war'n sie alle ein Held.

Das Fundament zerstören, unter den Flüssen,
Dafür die Schurken büßen müssen!
Der Pfeil wies den Ort,
Sie sprangen von Bord,
Oh, ihr hättet dabei sein müssen!

Wir gingen auf dem Pfad, dem alten,
Kaitharion muss seines Amtes walten.
Oft tut der Bauch weh,
doch heute gibts Reh.
Und T'sraah kann seinen Fisch behalten.