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brettchenborte [07.03.2017 18:28]
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brettchenborte [25.03.2017 17:04] (aktuell)
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 ====== Brettchenborte ====== ====== Brettchenborte ======
 +{{:​borte1a.jpg?​130 |Brettchenborte}}
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 +Borte weben mit Hilfe von Brettchen ist eine Originaltechnik,​ die in den unterschiedlichsten Kulturen bereits seit Jahrhunderten praktiziert wird. Ich habe das Brettchenweben im Sommer 2006 beim Handwerkertreffen in Kazan gelernt. Es ist eine einfache Technik, für die wenig Material und Werkzeit benötigt wird, und mit der man sehr schöne Ergebnisse erzielt.
  
-{{wiki:Borte1a.JPG|Brettchenborte}} +===== Das Werkzeug ===== 
-Borte weben mit Hilfe von Brettchen ​ist eine Originaltechnik,​ die in den unterschiedlichsten Kulturen bereits seit Jahrhunderten praktiziert wirdIch habe das Brettchenweben ​im Sommer 2006 beim Handwerkertreffen in Kazan gelerntEs ist eine einfache Technikfür die wenig Material ​und Werkzeit benötigt wird, und mit der man sehr schöne Ergebnisse erzielt.<br>+{{ :Brettchen_1.jpg?150|Brettchen}} 
 +Zuallererst benötigt man natürlich ​Brettchen. ​Diese waren im Original aus Holz oder Horn hergestelltDies ist natürlich auch heute noch möglichaber sehr aufwendig ​und teuer.
  
-====== Das Werkzeug ====== 
-{{wiki:​Borte3a.jpg|Brettchenborte}} 
-Zuallererst benötigt man natürlich Brettchen. Diese waren im Original aus Holz oder Horn hergestellt. Dies ist natürlich auch heute noch möglich, aber sehr aufwendig und teuer. <br> 
-{{wiki:​Brettchen_1.JPG|Brettchen}} 
  
 Für den Hausgebrauch empfehle ich Brettchen aus Plastik, besonders gut eignen sich preiswerte Tischsets. Pappe ist nicht geeignet, das sie zu schnell ausfranst. Man schneidet Quadrate mit einer Kantenlänge von ca. 7 cm zu und stanzt in jede Ecke ein Loch, mit Hilfe einer Lochzange oder eines normalen Lochers. Für den Hausgebrauch empfehle ich Brettchen aus Plastik, besonders gut eignen sich preiswerte Tischsets. Pappe ist nicht geeignet, das sie zu schnell ausfranst. Man schneidet Quadrate mit einer Kantenlänge von ca. 7 cm zu und stanzt in jede Ecke ein Loch, mit Hilfe einer Lochzange oder eines normalen Lochers.
  
-<​br> ​Dann benennt man die Löcher im Uhrzeigersinn (links oben beginnend) mit den Buchstaben A bis D. Die Brettchen werden nummeriert. Für eine schmale Borte benötigt man 8 bis 12 Brettchen, für breite Borten bis zu 28.<​br><​br><​br>​+Dann benennt man die Löcher im Uhrzeigersinn (links oben beginnend) mit den Buchstaben A bis D. Die Brettchen werden nummeriert. Für eine schmale Borte benötigt man 8 bis 12 Brettchen, für breite Borten bis zu 28.
  
-{{wiki:​Schiffchen.jpg|Schiffchen zum Brettchen weben}} +{{ :​Schiffchen.jpg?300|Schiffchen zum Brettchen weben}} 
-Außerdem benötigt man ein Schiffchen für den Schußfaden. Am Anfang reicht ein Stift oder ein kleines Stöckchen. Erstrebenswert ist natürlich ein Holzschiffchen,​ das sich aus Abfallholz leicht ausschneiden lässt.<br>+Außerdem benötigt man ein Schiffchen für den Schußfaden. Am Anfang reicht ein Stift oder ein kleines Stöckchen. Erstrebenswert ist natürlich ein Holzschiffchen,​ das sich aus Abfallholz leicht ausschneiden lässt.
  
-{{wiki:​Halterung2.jpg|Die Halterung zum Brettchenweben}} +{{:​Halterung2.jpg?230 |Die Halterung zum Brettchenweben}} 
-Mit diesen einfachen Werkzeugen ist man bereits vollständig ausgestattet und könnte loslegen. Allerdings muss dann das Werkstück mit einem Faden um die Taille befestigt werden. Dies ist weder besonders bequem noch praktisch, da sich die Vorrichtung ständig verdreht. ​<br>+Mit diesen einfachen Werkzeugen ist man bereits vollständig ausgestattet und könnte loslegen. Allerdings muss dann das Werkstück mit einem Faden um die Taille befestigt werden. Dies ist weder besonders bequem noch praktisch, da sich die Vorrichtung ständig verdreht.\\
 Deshalb ist es sinnvoll, aus einem handelsüblichen Holzkleiderbügel eine einfache Halterung zu basteln. Deshalb ist es sinnvoll, aus einem handelsüblichen Holzkleiderbügel eine einfache Halterung zu basteln.
-Dazu zersägt man den Bügel genau in der Mitte und bohrt in beide Teile an jedes Ende ein Loch. Die beiden Hälften verbindet man mit zwei etwa 5 cm langen Gewindestangen,​ Unterlegscheiben und Flügelmuttern. Die Innenflächen beklebt man mit Filz oder einem rauhen Wollstoff, damit die Fäden / Borte nicht herausrutschen können. ​<br> +Dazu zersägt man den Bügel genau in der Mitte und bohrt in beide Teile an jedes Ende ein Loch. Die beiden Hälften verbindet man mit zwei etwa 5 cm langen Gewindestangen,​ Unterlegscheiben und Flügelmuttern. Die Innenflächen beklebt man mit Filz oder einem rauhen Wollstoff, damit die Fäden / Borte nicht herausrutschen können.\\ 
-Zum Befestigen am Körper benötigt man einen Gurt, in meinem Fall handelt es sich um einen alten Gürtel, der mit Schlaufen an der Halterung eingehakt ist.<br>+Zum Befestigen am Körper benötigt man einen Gurt, in meinem Fall handelt es sich um einen alten Gürtel, der mit Schlaufen an der Halterung eingehakt ist.
  
 Noch bequemer ist ein Brettchenwebstuhl. Leider besitze ich momentan noch keinen eigenen, aber ich plane, in absehbarer Zeit einen zu bauen. Bis dahin empfehle ich die Bilder bei [[http://​www.flinkhand.de|Flinkhand]]. Noch bequemer ist ein Brettchenwebstuhl. Leider besitze ich momentan noch keinen eigenen, aber ich plane, in absehbarer Zeit einen zu bauen. Bis dahin empfehle ich die Bilder bei [[http://​www.flinkhand.de|Flinkhand]].
  
-====== Das Material ​======+===== Das Material =====
 Außerdem benötigt man jede Menge Garn. Je nach Kultur und Zeit wurden unterschiedliche Tier- und Pflanzenfasern benutzt. Einem Anfänger würde ich zunächst immer zu Baumwolle raten, da Wolle zu schnell verfilzt und zu dehnbar ist. Am besten eignen sich Baumwollknäule (für Fortgeschrittene mit einem Schurwolleanteil bis zu 50%) mit ca. 125 m pro 50 g.  Außerdem benötigt man jede Menge Garn. Je nach Kultur und Zeit wurden unterschiedliche Tier- und Pflanzenfasern benutzt. Einem Anfänger würde ich zunächst immer zu Baumwolle raten, da Wolle zu schnell verfilzt und zu dehnbar ist. Am besten eignen sich Baumwollknäule (für Fortgeschrittene mit einem Schurwolleanteil bis zu 50%) mit ca. 125 m pro 50 g. 
  
-====== Das Muster ​====== +===== Das Muster ===== 
-Bevor nun die Fäden zugeschnitten werden können, muss man sich für ein Muster entscheiden. Die einfachen Muster werden dadurch beschränkt,​ dass sie aus vier sich wiederholenden Zeilen bestehen (entspricht den vier Löchern der Brettchen). ​<​br>​ +Bevor nun die Fäden zugeschnitten werden können, muss man sich für ein Muster entscheiden. Die einfachen Muster werden dadurch beschränkt,​ dass sie aus vier sich wiederholenden Zeilen bestehen (entspricht den vier Löchern der Brettchen).
-{{wiki:​Borte.jpg|Die Borte zum Muster}}+
  
-{| style="​border:1px #000000 solid"+{{:​borte.jpg?​250|Die Borte zum Muster}} 
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 +----
  
- +{{:borte1b.jpg?250|Die Borte zum Muster}} 
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-.+|
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-<br> 
  
 Eine genaue Beschreibung der Technik und weitere Bilder werde ich demnächst nachreichen. Eine genaue Beschreibung der Technik und weitere Bilder werde ich demnächst nachreichen.
  
-von [[Benutzer:​Esther|Esther]] +von [[User:​Esther|Esther]] 
-[[Kategorie:​Larptipps]][[Kategorie:​Gewandung]]+ 
 +{{tag>Larptipps Gewandung}}